Letzte Aktualisierung: 14 Jan 2017

Moab Fault

Die Moab Fault ist eines der grossen geologischen Features der Gegend, das gerne übersehen wird, obwohl nahezu jeder Besucher Moabs um die 9 Meilen an ihr entlangfährt. Die US 191 trifft nur wenig südlich des Canyonland Airfields auf das nördliche Ende der Fault, folgt ihr dann bis zum Abzweig auf die UT 279 (Potash Road).

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Moab Fault und Little Valley
Das Gestein ist hier stellenweise extrem rot - hinten die Moab Fault, rechts das Ende des Little Canyons

Westlich der Strasse erhebt sich eine hohe Mauer aus Cliffs, die südlich der UT 313 (Zufahrt zu Island in the Sky) zwischen 300 und fast 400 Meter hoch ist. Ganz oben findet man über den nahezu senkrechten Wingate-Cliffs noch Kayenta Sandstone, unten neben der Strasse findet man Cutler Formation.

Auf der anderen Seite - Arches National Park - ein völlig anderes Bild. Nach Osten hin steigen die Hänge zumeist weitaus weniger schroff an, haben auch eine ganz andere Struktur. Die Deckschicht besteht hier aus dem wesentlich jüngeren Entrada Sandstone, der für seine Bogenbildung berühmt ist.

Somit liegen zwischen den Schichten auf gleicher Höhe runde 100 Millionen Jahre Entstehungszeit und wie Geologen ermittelt haben, über 700 Höhenmeter. Der im Westen hoch aufragende Wingate verbirgt sich unter dem Arches National Park in relativ grosser Tiefe.

Moab Fault - eigentlich müsse man die Mehrzahl anwenden - und Little Canyon haben eine gemeinsame geologische Vergangenheit. Als entlang der Fault das Gestein auf der östlichen Seite um viele hundert Meter absank (A Virtual Field Trip to the Moab Fault), wurde der Canyon sozusagen enthauptet. Schaut man genauer hin, erkennt man, dass sein Boden in Richtung auf die abrupte Abbruchkante der Fault hin ansteigt. Wenn irgendwo zu lesen ist, es handele sich um ein "Hanging Valley", dann ist das falsch bezeichnet, denn bei so einem Tal liegt die Mündung über dem Tal(boden), in das es mündet. Sowas gibts bevorzugt in ehemalig vergletscherten Gebieten. Der Little Canyons mündet übrigens weiter südlich in den Canyon des Colorado Rivers.

Oben auf der abbruchkante findet man einige hervorragende Aussichtspunkte. Erwandern kann man sie alle, die Anfahrt mit geländegängigen Fahrzeugen gestaltet sich unterschiedlich schwierig.

Als nördlichster Punkt wäre Seven Mile Rim zu nennen. Der Punkt findet sich nördlich der Abzweigung auf die UT 313 östlich der Monitor - und Merrimac Buttes. Über die Courthouse Pasture von Norden her relativ einfach zu erreichen. Wie weit man kommt hängt davon ab, was sich der Fahrer zutraut. Selbst wer schnell aufgibt hat nur kurze Distanzen bis zu schönen Aussichtspunkten zu laufen. Man steht gute 250 Meter über der US 191.

Weiter südlich, zwischen der UT 313 und dem Little Canyon - Zufahrt zu den Gemini Bridges - befindet sich Arths Rim. 300 - 350 Meter über Strassenniveau gelegen und nicht mehr ganz so einfach zu erreichen. Ein gutes SUV - keinesfalls ein Crossover! - und ein Fahrer mit hinreichend Kenntnissen sind notwendig, um die grossartige Aussicht geniessen zu können. Alternativ ist es möglich, vom Nordende der Arths Pasture aus auf dem Jeep Trail zu laufen. Die Distanz beträgt knapp 2 Meilen.

Noch weiter südlich, ungefähr auf Höhe des Eingangs zum Arches National Park liegt Gold Bar Rim knappe 400 Meter über der US 191. Der Blick von dort oben ist spektakulär, umfasst auch die Town von Moab. Die Anfahrt aus dem Little Canyon heraus erfordert "schweres Gerät" und einen sehr erfahrenen Piloten. (Eine Route der berühmten Easter Safari.) Wem das nicht gegeben ist, der kann auch wandern. Wir haben es im Jahr 2009 auch nicht geschafft, obwohl wir mit einem Hummer H3 unterwegs waren. Endstation war am "Slide Rock". Von dort bis zum Rim wäre es vermutlich nur noch eine gute Meile gewesen.

Moab Fault, Little Valley und US 191
Die Moab Fault bei Gewitter von der US 191. Der Durchbruch des Little Canyons ist gut zu erkennen. (Panorama)